Der Mühlenpfad zwischen Kloster Himmerod, Eichelhütte und Eisenschmitt

Das obere Salmtal ist geschichtlich und geologisch äußerst interessant. Hier hatten unsere Vorfahren einst Eisenerzvorkommen gefunden. Analysen im Boden haben ergeben, dass hier in dieser Gegend Eisen schon seit dem 6. – 4. Jahrhundert v. Chr. hergestellt worden sein muss – sprich in der Eisenzeit!
Wandern Sie heute auf dem Mühlenpfad durch die Auen des Salmtals, seien Sie sich also bewusst: Dieses Tal war viele Jahrhunderte ein wichtiger industrieller Wirtschaftsraum!

Die Gründung des Klosters

Mit der Gründung der Abtei Himmerod im Jahre 1138 durch die Zisterzienser unter Bernhard von Clairvaux wurden Kenntnisse aus aller Welt im Bezug auf Landwirtschaft und Rohstoffnutzung mit in diese Gegend gebracht. Da es ja beiderseits der Salm eisenerzhaltigen Buntsandstein gab, war es eine Frage der Zeit, bis die Eisenverhüttung mit allen dazugehörigen Gewerken wie dem Eisenerz – Tagebau, der Wasserkraftnutzung und der Holzkohleproduktion noch mehr Bedeutung bekam.

Der Eisenerz – Tagebau

Die im benachbarten Eisenschmitt seit 1372 nachgewiesenen Eisenhütten waren die ältesten der Eifel und die bedeutendsten des Erzbistums Trier. Bereits um das Jahr 1200 muss ein Eisenfachmann („ferrarius“) im Kloster tätig gewesen sein. Wer auf dem Mühlenpfad geht, kommt hier in Eichelhütte am Ortsausgang in Richtung Eisenschmitt an einem Tal vorbei, das Zimmerseifen heißt. Der Name und die Geländeformen dieses Tals weisen darauf hin, dass hier früher Eisenerz im Tagebau abgebaut worden ist.

Die Wasserkraft

Wandern Sie durch die wunderschönen Auen des Salmtals, leitet Sie der Mühlenpfad an ehemals „künstlich angelegten“ Mühlengräben entlang. Diese „Gräben“, die Stauteiche und auch die Stauwehre wurden zur Regulierung der Wasserzufuhr für die Mühlräder benötigt. Diese Wasseranlagen waren für den Betrieb von Getreide-, Öl- und Sägemühlen sowie von Hammerwerken und Hochofengebläsen der Eisenhütten angelegt worden. Von den mindestens sechs betriebenen Wasserkraftwerken sind heute in Eichelhütte noch zwei Wasserkraftwerke und in Himmerod noch eine Wasserkraftwerk im Betrieb, die heute der Stromgewinnung dienen. Das Wasserkraftwerk im heutigen Hotel Molitorsmühle produziert bereits seit Anfang 1889 Strom! Ja, Sie lesen richtig, seit achtzehnhundertneunundachtzig!

Die Holzkohleproduktion

Holzkohle ist ein Brennstoff, der mit höherer Temperatur verbrennt als das Ausgangsmaterial Holz. Ohne Holzkohle wäre weder die Eisenverhüttung noch die Arbeit in der Schmiede möglich gewesen. Bereits in prähistorischer Zeit wurde Holzkohle für diese Zwecke hergestellt. Zahlreiche kreisrunde Plattformen in den Wäldern beiderseits der Salm, sogenannte Köhlerplatten, erinnern an die Standorte der Kohlemeiler.

Lassen Sie Ihrer Vorstellung freien Lauf

Auch wenn von den Überresten heute nur noch wenig zu sehen ist, während Sie auf dem Mühlenpfad wandern, stellen Sie sich vor, dass Sie an drei großen rauchenden Hochöfen, fünf Wasserkraftanlagen, fünf Stauwehren, zwei Eisenerz – Tagebau – Steinbrüchen und ebenso Köhlerplatten vorbei gehen, um einen Eindruck von der Industrie zu bekommen, die einst hier vorherrschend war.

Nun laden wir Sie ein zu einem abwechslungsreichen Spaziergang durch Auen, Wiesen und Wälder, entlang den sich durch das wunderschöne Tal windenden Mühlengräben und Bachläufen.

Wählen Sie den für Sie jetzt richtigen Rundwanderweg!

Wählen Sie den großen Mühlenpfad, wenn Sie die das Tal erkunden wollen. Der Weg führt Sie vom Hotel über Himmerod und über Eisenschmitt nach 6,7km wieder zum Hotel zurück.

Wählen Sie den kleinen Mühlenpfad, wenn Sie von der langen Reise angekommen sind, wenn Sie nach dem leckeren Essen einen Spaziergang machen wollen, wenn Sie die Stille der Natur mit dem Bachplätschern genießen wollen. Diesen Weg von 1,7km gehen Sie in ca. 30 Minuten ohne Steigungen oder andere Schwierigkeiten.

Um einen Eindruck von dem kleinen Mühlenpfad zu bekommen, laden wir Sie ein das folgende Video anzuschauen:

Wenn Sie einen Flyer zum großen Mühlenpfad herunterladen wollen, klicken Sie bitte hier.

Und wenn Sie mehr über weitere Wanderwege in der Umgebung erfahren wollen, klicken Sie bitte hier.

Wir wünschen Ihnen nun gute Erholung und viele schöne Wanderungen in unserer wunderschönen Umgebung!
Ihre Familie Molitor